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Zweikeimblättrige Bedecktsamer

Aus mediterraner Garten in Schwebsingen

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Zweikeimblättrige Bedecktsamer

Die Zweikeimblättrigen Bedecktsamer bilden eine sehr große Pflanzegruppe, die sich durch zahlreiche krautige oder verholzende Blütenpflanzen auszeichnet. Im Unterschied zu den Einkeimblättrigen Bedecktsamern besitzen die Keimlinge von Anfang an zwei Keimblätter.


Magnolienähnliche (Magnoliidae)

Die Arten weisen wie die anderen Magnoliopsida zahlreiche Merkmale auf, die innerhalb der Bedecktsamigen Blütenpflanzen als primitiv gelten. Dazu zählen unter anderem einfurchige (monocolpate) Pollen, nicht miteinander verwachsene, also freie Fruchtblätter, ein radialsymmetrischer Aufbau der Blüte und das Vorhandensein ätherischer Öle. Zahlreiche Bäume, Sträucher und krautige Pflanzen gehören zu dieser Gruppe.

Magnoliales

Laurales

Piperales

Aristolochiales

Rafflesiales

Illiciales

Nymphaeales

Ranunculales

Papaverales

Zaubernussähnliche (Hamamelidae)

Die Hamamelididae ( = Hamamelidae) sind typischerweise Holzpflanzen mit stark reduzierten, windbestäubten (anemophilen) Blüten, welche meist zu kätzchenförmigen Blütenständen zusammengefaßt sind. In vielen ihrer Merkmale sind sie fortschrittlicher als die Magnoliidae. Ihre Evolutionsstrategie ähnelt der der Coniferales. Durch diese Strategie gelang es ihnen, sich in Zonen mit gemäßigtem Klima auszubreiten. Das geschah vielleicht noch, bevor eine Koevolution zwischen Blüten und Insekten (vornehmlich Bienen) einsetzte, welche sich schließlich bei anderen Angiospermen bewährte und jenen (Rosidae, Dilleniidae...) die Chance einräumte, die Hamamelididae zurückzudrängen.

Daß wir es hier mit einer sehr alten Pflanzengruppe zu tun haben, geht u.a. auch aus der Tatsache hervor, daß sie nur 3400 Arten enthält, aber dennoch in 11 Ordnungen untergliedert werden muß. Zwei Drittel aller rezenten Arten gehören nur einer Ordnung, den Urticales an, ein weiteres Viertel den Fagales, und auf die übrigen neun Ordnungen entfallen lediglich 300 Arten. Sie sind taxonomisch isoliert und repräsentieren vermutlich Relikte alter ausgestorbener Taxa.

Hamamelidales

Eucommiales

Urticales

Juglandales

Myricales

Fagales

Casuarinales

Nelkenähnliche (Caryophyllidae)

Caryophyllales

Polygonales

Plumbaginales

Dillenienähnliche (Dilleniidae)

Dilleniales

Theales

Lecythidiales

Malvales

Nepenthales

Violales

Salicales

Capparales

Batales

Ericales

Ebenales

Primulales

Rosenähnliche (Rosidae)

Rosales

Fabales

Proteales

Haloragales

Myrtales

Rhizophorales

Cornales

Santalales

Celastrales

Euphorbiales

Rhamnales

Linales

Polygalales

Sapindales

Geraniales

Apiales

Asternähnliche (Asteridae)

Gentianales

Solanales

Lamiales

Callitrichales

Calycerales

Plantaginales

Scrophulariales

Campanulales

Rubiales

Dipsacales

Asterales

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